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Stadtwerke Tübingen übernehmen Solarpark in Bayern

Damit deckt der kommunale Versorger nun rund 75 Prozent des Tübinger Strombedarfs mit der Erzeugung aus eigenen EE-Anlagen. Der neue Park kommt zudem ohne EEG-Förderung aus.
11.01.2024

Die Stadwerke Tübingen haben in der Nähe von Regensburg (Bayern) einen neuen Solarpark übernommen.

Die Stadtwerke Tübingen (swt) haben im bayerischen Alteglofsheim einen neuen Solarpark übernommen. Die Anlage im Landkreis Regensburg soll eine jährliche Strommenge von rund 6,4 Mio. Kilowattstunden (kWh) erzeugen, wie der kommunale Versorger mitteilt.

Ans Netz ging der Solarpark Alteglofsheim bereits im November 2023. Die Leistung des direkt an einer Bahnstrecke gelegenen Solarparks beträgt 5,51 Megawatt Peak (MWp), heißt es. Damit bauen die swt ihre "grünen" Erzeugungskapazitäten aus. Erst im Oktober 2023 hatten die Tübinger zudem den Solarpark Mossautal (Hessen) mit einer Gesamtleistung von 5,37 Megawatt Peak (MWp) übernommen.

Portfolio weiter vergrößern

Inzwischen erzeugen die swt nun knapp 75 Prozent des gesamten Tübinger Stromverbrauchs selbst in den eigenen Erneuerbaren-Anlagen aus Wind-, Sonne- und Wasserkraft.

"Auch wenn mit unserem jüngsten EE-Zuwachs unser gestecktes Ausbauziel von 75 Prozent quasi erreicht ist, wollen wir unser EE-Portfolio mit weiterhin großen Schritten vergrößern", kündigt swt-Geschäftsführer Ortwin Wiebecke an.

Sowohl der Solarpark Mossautal als auch der neue Solarpark kommen demnach von Anfang an ohne EEG-Förderung aus.

Begleitendes Naturschutzkonzept

Beim Solarpark Alteglofsheim übernehmen die Stadtwerke auch die technische Betriebsführung. Der Versorger strebt dabei auch eine Beweidung des Geländes durch Schafe an. So soll der Solarpark mit einem begleitenden Naturschutzkonzept umgesetzt werden.

Unter anderem entstehen entlang des Geländezauns artenreiche Säume und Staudenflure. Außerdem wollen die Stadtwerke artenreiches Grünland entwickeln und dreireihige Wildgehölzhecken anlegen. (jk)