Wasser & Abwasser

NOW: Wasserversorgung für die Zukunft

Die dem Klimawandel geschuldete Schere zwischen Bedarf und Verfügbarkeit von Wasser sorgt für immer nachdrücklichere Debatten. Der Wasserversorger NOW arbeitet seit Jahren an Lösungen und beschreitet mit großen Plänen den Weg zur Versorgungssicherheit.
01.03.2024

Die NOW hat sich der zukunftsorientierten Wasserversorgung in kommunaler Verantwortung verschrieben.

 

In Nordostwürttemberg nimmt die Sicherheit der Wasserversorgung dank der strategischen Planung des Zweckverbands Wasserversorgung Nordostwürttemberg (NOW) stetig zu. "Mit der jüngsten Einbindung von sechs Quellen der Gemeinde Aspach an das Wasserwerk Murrtal steigt die Anzahl der von uns betriebenen Wasserfassungen von 182 auf 188", erläutert Geschäftsführer Jochen Damm. Der nächste Schritt des Zweckverbandes: weitere 32 neue Brunnen und Quellen, die noch in diesem Jahr erschlossen werden sollen. Damit liegt die geplante Gesamtanzahl bei 220 Stück.

"Durch unsere Investitionen in neue Wasserwerke und Rohrleitungen und die damit geschaffene Vernetzung einzelner Wasserfassungen haben wir dafür gesorgt, dass heute mehr heimisches Grundwasser für die Wasserversorgung genutzt werden kann", betont Damm.

Dem Klimawandel einen Schritt voraus

Trinkwasser wird in Deutschland zu etwa zwei Dritteln aus dem Grundwasser gewonnen. Sinkende Grundwasserspiegel können deshalb zünftig zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit in manchen Regionen führen. Vor allem im Sommer, wenn der Bedarf besonders hoch ist, kann die Versorgung mancherorts möglicherweise für kurze Zeiträume nicht sichergestellt werden.

Dem wirkt der NOW bereits seit vielen Jahren proaktiv entgegen und setzt gemeinsam mit kommunalen Partnern vor Ort auf nachhaltige Lösungen. Damm erklärt: "Um auch in zukünftigen Jahrzehnten den Wasserbedarf sicher abdecken zu können, ist es das zentrale strategische Ziel der NOW, die regionalen Wasserressourcen bestmöglich und nachhaltig für die öffentliche Trinkwasserversorgung zu nutzen".

Mehr Wasserfassungen bedeuten mehr Sicherheit

Die NOW hat in den letzten 20 Jahren gemeinsam mit Verbandsmitgliedern wichtige Schritte für eine langfristige und konstante Wasserversorgung eingeleitet. Es wurden fünf neue Wasserwerke in Betrieb genommen, Verbandsmitglieder übernahmen und modernisierten vier weitere Wasserwerke, 300 Kilometer neue Wasserleitungen wurden verlegt sowie die technische Optimierung zahlreicher Brunnen und Quellen durchgeführt.

Die Vernetzung der einzelnen Wasservorkommen und der direkte Anschluss der Wasserwerke an das NOW-Fernwassernetz machen die Nutzung des regional vorhandenen Wassers besonders effizient. Der Ausbau der eigenen Wasseraufbereitungskapazitäten ist dabei zentraler Bestandteil der umfassenden Strategie. "Die hohe Anzahl an betriebenen Brunnen und Quellen hat einen großen Vorteil: Ein Ausfall eines oder sogar mehrerer Wasservorkommen, etwa durch Trockenheit oder Baumaßnahmen, kann dadurch sehr gut kompensiert werden", sagt der Geschäftsführer des Verbandes. (hb)